In meinem letzten Beitrag habe ich meine Gedanken mit euch geteilt, warum sich so viele Menschen jedes Jahr zum Jahreswechsel Ziele setzen, aber nur wenige bis zum Erfolgserlebnis durchhalten. Heute will ich euch ein paar Tipps und Tricks verraten, die ich nutze um meine Ziele zu erreichen. 

Wie du es trotzdem schaffen kannst

Schritt 1: Setze dir Ziele

Deine Veränderung wird in jedem Fall damit beginnen, dass du dir ein Ziel setzt. Ein Neujahrsvorsatz ist erst einmal nichts anderes. Auch meine Löffelliste mit den Zwölf Dingen ist eine Liste mit meinen Zielen für dieses Jahr. 

Als Nächstes ist es wichtig, zu jedem Ziel möglichst tief ins Detail zu gehen. Im letzten Beitrag habe ich bereits geschrieben, dass es wichtig ist, dein Ziel konkret zu formulieren. Ein Beispiel: Statt “Ich möchte mehr Sport machen.” nimm dir konkret vor, wie viel Sport du machen möchtest und was für dich darunter fällt. Also beispielsweise: “Ich werde einmal pro Woche eine Stunde Joggen gehen.”

Du hast vielleicht noch einen weiteren Unterschied bemerkt: Ich habe möchte durch werde ersetzt. Für mich drückt das eine stärkere Verbindlichkeit aus. Aus dem Wunsch wird ein Versprechen an mich selbst. Zudem finde ich, dass “Ich möchte” im Jetzt ist, während “Ich werde” auf die Zukunft bezogen ist. Später in diesem Beitrag gehe ich noch darauf ein, welche Rolle deine Vision für die Zukunft spielt. 

Wo wir schon bei der Formulierung sind, möchte ich dir ans Herz legen, deine konkretisierten Ziele aufzuschreiben. Das machst du am besten handschriftlich, denn so werden mehr Gehirnareale genutzt. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass ich die Ziele, die ich mir schriftlich notiere, eher erreiche als solche, die nur in meinen Gedanken formuliert wurden.

Manchmal habe ich regelrecht das Gefühl, dass sich die Dinge wie von alleine fügen. In einem meiner ersten Beiträge habe ich davon berichtet, wie ich nach dem Schreiben meiner Löffelliste die Welt voller Möglichkeiten sah. Unter dem Gesetz der Resonanz (Gesetz der Anziehung) verstehe ich die Tatsache, dass man Positives erfährt, wenn man mit einer positiven Einstellung an die Dinge geht. Gleichzeitig bemerke ich, dass sich durch das Bewusstsein meiner Ziele meine Wahrnehmung verändert. Vielleicht kennst du das. Du nimmst dir vor einen Kochkurs zu besuchen und plötzlich entdeckst du im Schaufenster an dem Restaurant an dem du täglich vorbeigehst ein Plakat, welches deren Kochkurs bewirbt. Das Plakat hing dort schon länger doch du hast es erst jetzt entdeckt. Ich bin sicher, viele von euch haben schon einmal so etwas erlebt.

Wenn du dir deiner Ziele bewusst bist und die Möglichkeiten sehen kannst, habe ich einen einfachen wie entscheidenden Tipp für dich: Sag Ja. Ein Freund von mir hat mir neulich erzählt, dass er sich zu Beginn des Jahres vorgenommen hat, mehr auszugehen und insbesondere mehr Konzerte zu besuchen. Freunde fragten ihn dann, ob er zu einem Konzert mitgehen möchte, dass an einem Sonntagabend stattfand. Er berichtete mir, dass er es vor einigen Wochen vermutlich noch abgelehnt hätte, auf ein Konzert zu gehen, wenn er am nächsten Tag zur Arbeit muss. Doch durch sein Bewusstsein über seine Wünsche hat er zugesagt. Seine Prioritäten haben sich verschoben. Er ist glücklich über diese Entscheidung und den schönen Abend. Es kommt noch besser: Er war am Montag gar nicht so erschöpft wie befürchtet. Lass dich also nicht durch deine Bedenken davon abhalten das zu tun, was dir Freude bereitet. 

Was für mich noch intensiver wirkt als meine Ziele zu notieren und ausführlich zu beschreiben ist es mit Freunden darüber zu sprechen. Für mich hat das Aussprechen meiner Ziele etwas Verpflichtendes. Deine Freunde werden dir zwar nicht die Hölle heiß machen, wenn du deine Vorsätze nicht einhalten wirst, doch dir selbst gegenüber gehst du eine Verpflichtung ein. Zudem stellst du vielleicht fest, dass deine Freunde auf einem ähnlichen Weg sind. Ihr könnt euch den Herausforderungen gemeinsam stellen und euch gegenseitig motivieren. Nennt es Buddy-System oder Master Mind Gruppe, am Ende steckt dahinter das gleiche Prinzip: Gemeinsam sind wir stark. 

Schritt 2: Erinnere dich an dein Warum

Bei jedem Ziel solltest du dich fragen, warum du das erreichen willst. Was erhoffst du dir davon? Welcher Wunsch steckt dahinter? In meinem Blog habe ich darüber geschrieben, welche Fragen ich mir stelle, wenn ich ein Ziel von meiner Löffelliste angehe. Gerade wenn es ein herausforderndes Ziel ist, bei dem ich einen langen Weg gehen werde, ist es wichtig für mich, genau zu wissen, warum ich das mache. “Wenn du aufgeben willst, erinnere dich daran, warum du angefangen hast.”, habe ich neulich irgendwo gelesen und das trifft den Nagel genau auf den Kopf. 

In meinem Tagebuch nutze ich sehr gerne Zitate wie dieses. Zum Sport findest du beispielsweise hier ein paar motivierende Zitate. Mir zeigen diese auch, dass ich mit meinem Schweinehund nicht allein bin. Wenn ich mit einer Veränderung starte bin ich anfangs oft sehr motiviert und das lässt dann mit der Zeit nach. Am Anfang war ich mir meiner Motivation bewusst und deshalb ist es wichtig, mich selbst immer wieder daran zu erinnern. 

Dafür nutze ich auch ein Vision-Board. Das ist eine Pinnwand mit meiner Löffelliste, die ich mit Sprüchen, Bildern oder Fotos dekoriert habe um mir selbst deutlich zu machen, wo die Reise hingeht. Es dient der Visualisierung meiner Ziele. Wenn ich die Vision vor mir sehe, motiviert mich das, denn ich weiß, wohin mich die vielen kleinen Schritte bringen werden. 

Das Vision-Board hängt prominent in meiner Wohnung, sodass ich es jeden Tag sehe. Meine Ziele aus den Augen zu verlieren wird dadurch unmöglich.

Was mir zusätzlich hilft ist dieser Blog. Er vereint viele der bisher genannten Punkte. Ich sage nicht, dass jeder von euch einen Blog schreiben soll, doch Tagebuch zu führen, kann dich weiter bringen. Du kannst darin reflektieren, wie du auf deinem Weg voran kommst, welche Hindernisse dir im Weg stehen, wie du diese überwindest, und so weiter. Ist dir das zu zeitaufwändig? Gestern habe ich in dem Buch Das Happiness Projekt von Gretchen Rubin gelesen, dass sie ein Ein-Satz-Tagebuch geführt hat. Wenn du dir jeden Tag deine Löffelliste ansiehst und einen Satz schreibst wird das dein Bewusstsein stärken und dich ganz sicher über kurz oder lang näher an deine Ziele bringen. 

Schritt 3: Bring deine Vision in die Umsetzung

Du brauchst einen Plan. So sehr es dich auch unterstützt, dir deiner Ziele bewusst zu sein, die Möglichkeiten in deiner Umgebung wahrzunehmen und zu nutzen, dich mit anderen zu deinem Weg auszutauschen und regelmäßig darüber zu reflektieren: Es gibt bestimmte Dinge, die wirst du nur erreichen, wenn du einen Plan hast. Nimm als Beispiel mein Ziel dieses Jahr einen Wanderpfad zu laufen. Es ist leicht verständlich, dass ich nicht genau jetzt von meinem Schreibtisch aufstehen und loslaufen kann. Ich brauche zumindest ein Minimum an Ausrüstung. Der Start meiner Wanderung liegt nicht in Köln also muss ich mich um An- und Abreise kümmern. Zudem bin ich aktuell nicht in der Form um jeden Tag 15 bis 20 Kilometer zu laufen. Von der Tatsache, dass ich die nächsten zwei Wochen meine Arbeitsstätte aufsuchen muss, einmal ganz abgesehen. Um dieses Ziel zu erreichen sind viele kleine Schritte erforderlich. Das kann überwältigend und abschreckend wirken. Du kannst das jedoch auch zu deinem Vorteil nutzen. Brich dein Ziel in möglichst kleine Schritte herunter. Du kannst dir diese sogar auf einer ellenlangen To-Do-Liste notieren. Jedes Mal, wenn du einen kleinen Schritt gegangen bist, kannst du einen Haken machen und bist deinem Ziel näher gekommen. Jeder Schritt ist ein Erfolgserlebnis.

Verschiedene Coaches empfehlen, den ersten Schritt noch am gleichen Tag zu machen. Ich teile dies insofern, dass du nicht bis zum nächsten Neujahr warten solltest. Auch auf Montag zu warten halte ich für keine gute Idee. Wenn du deine Ziele definiert hast, deine Motivation frisch ist und du direkt ein Erfolgserlebnis verbuchen kannst, ist das viel hilfreicher als ein Aufschub. Glaub mir. Das ist auch der Grund, warum ich mit dem Blog nicht wie ursprünglich geplant am 1.1. angefangen habe, sondern ein paar Tage eher. Ich hatte Lust damit zu starten. Worauf hätte ich warten sollen?

Die oben erwähnte To-Do-Liste hat aus meiner Sicht eine kleine Falle eingebaut. Es fehlt die zeitliche Komponente. Um bei dem Beispiel mit dem Wanderpfad zu bleiben: Ich werde die Wanderung im Oktober beginnen. Jetzt habe ich noch ewig Zeit. Doch auf der anderen Seite ist es auch wichtig, all die Dinge, die zu erledigen sind, nicht bis zum September aufzuschieben. Es ist für mich wichtig, meine Ziele und auch die einzelnen Schritte in eine zeitliche Abfolge zu bringen und mir bestimmte Meilensteine zu setzen. Manches will im Voraus geplant werden. Für die Reisen in diesem Jahr spare ich zum Beispiel schon seit Beginn des Jahres. Würde ich diesen Schritt verpassen, wäre die Umsetzung später eventuell gefährdet. Zumindest wäre sie schwerer und je höher die Hürde ist, desto eher werde ich scheitern.

Dein Plan sollte realistisch sein. Falls du dir wie ich für dieses Jahr viel vorgenommen hast, wirst du dir genau überlegen, wie du deine Zeit einteilst. Das Leben besteht nun einmal nicht nur aus der Zeit in denen du deinen Zwölf Dingen nachgehst. Auch die Finanzierung deiner Wünsche kann ein Faktor sein, den du im Plan berücksichtigen solltest. Auf eine Weltreise musst du vermutlich länger sparen als auf eine Wanderung in Portugal oder einen Spieleabend mit Freunden. Welchen Einfluss wird dein Plan auf die verschiedenen Aspekte in deinem Leben haben und wie willst du damit umgehen? 

Nimm dir nicht zu viel vor, denn das erhöht die Chance zu scheitern und es erfordert mehr Durchhaltevermögen um dabei zu bleiben. Starte stattdessen mit einem einzigen Vorhaben bis du dein erstes Erfolgserlebnis hast. Dann kannst du dir das Nächste vornehmen und so weiter. In meinem Blog wirst du bemerken, dass ich es genauso mache. Von den Dingen, die ich im Voraus planen muss einmal abgesehen.

Wenn du ein Ziel gefasst und dir einen Plan für die Umsetzung zurecht gelegt hast, frage dich frühzeitig: Was könnte dir dabei in den Weg kommen und wie willst du darauf reagieren? Wenn du deine Stolpersteine kennst und weißt, wie du ihnen begegnen kannst, werden sie dich im späteren Verlauf der Reise nicht mehr so leicht vom Weg abbringen. 

Aus meiner Sicht ist Perfektionismus sehr gefährlich, wenn es darum geht, große Projekte anzugehen. Die Versuchung ist groß, eine Idee vor sich herzuschieben, weil man das Gefühl hat, noch nicht alles zu wissen, was man für die Umsetzung braucht. Versuche stattdessen einfach anzufangen, dein Wissen auf dem Weg zu erweitern und den Plan bei Bedarf anzupassen. Es ist wichtig einen Plan zu haben, doch es erscheint mir genauso wichtig, sich Flexibilität zu bewahren. 

Bleibe optimistisch, wenn etwas nicht auf Anhieb funktioniert. Sei auch nachsichtig mit dir selbst, wenn du einmal stolperst. Ich sage nicht, dass du dein Vorhaben schleifen lassen sollst, wenn dir danach ist. Doch es hilft nichts, sich selbst Vorwürfe zu machen, wenn es mal nicht rund läuft. Du hast dir vorgenommen mit dem Rauchen aufzuhören und bist an einem Tag schwach geworden? Lass dich dadurch nicht entmutigen. Das macht dich nicht wieder zum Raucher. Du kannst einen Haken an diesen Tag machen und den nächsten Tag als neue Chance begreifen. Wie ein Reiter der vom Pferd gefallen ist und wieder aufsteigt, statt das Reiten aufzugeben. 

Es gibt viele Dinge, die wir jeden einzelnen Tag verfolgen wollen. Es sind keine großen Ziele und auch nicht die vielen kleinen Schritte auf dem Weg dorthin, sondern es handelt sich dabei um unsere Gewohnheiten. Was mir dabei hilft, diese zu verändern, will ich dir in einem anderen Beitrag erzählen, denn das führt hier zu weit. 

Einen letzten Tipp für die Umsetzung habe ich noch: Führe täglich, wöchentlich und/oder monatlich einen Check-In bei dir selbst durch. Damit meine ich einen Moment in dem du dir deine Liste vornimmst und reflektierst. Es hilft, sich jeden Tag an seine Ziele zu erinnern. Für eine Reflexion empfehle ich dir jedoch einen etwas längeren Abstand. In der Reflexion kannst du darüber nachdenken, wo du dich auf deinem Weg befindest, welche Stolpersteine dir auf deiner Reise bisher begegnet sind und wie sich der Weg für dich anfühlt. Dieser Moment kann dann auch der richtige sein um kleine Anpassungen vorzunehmen. Für den Fall, dass du auf deinem Weg nicht weiterkommst, ist ein Monat vielleicht zu lang. Deshalb empfehle ich, dich ein mal in der Woche damit zu befassen. So kannst du reflektieren, wie die vergangene Woche war und die folgende Woche planen. Dein Plan funktioniert für dich nicht mehr? Passe ihn an. Probiere etwas Neues aus und gehe einen anderen Weg. Zusätzlich finde ich es sehr schön einmal im Monat auf das “bigger picture” zu schauen und erreichte Meilensteine zu feiern. Vielleicht willst du dich für deine erreichten Meilensteine und die vielen kleinen Schritte belohnen. Wenn du deinen Weg mit anderen teilst könnt ihr daraus auch ein schönes Ritual machen. 

Schritt 4: Genieße den Weg

Bei allem was du dir vornimmst, sollte dir deine Lebensfreude erhalten bleiben. Quäle dich nicht, verurteile dich nicht. Ich lege dir auch nahe, nicht direkt alle zuvor genannten Tipps mit in die Umsetzung zu nehmen. Vielmehr ist das ein Katalog an Möglichkeiten aus denen du dich bedienen kannst und bestimmt gibt es auch noch weitere Ansätze. Probiere dich aus, nutze, was zu dir passt, und lass das andere wieder ziehen. 

Mein Herzenstipp zum Schluss: Achte auf dich und darauf, wie du dein Leben führst. Genieße was du hast während du an dem arbeitest, was dir noch fehlt. 

24 Tipps und Tricks um deine Ziele zu erreichen (Zusammenfassung)

Das war ein sehr langer Beitrag, deshalb stelle ich dir hier noch einmal alle Tipps und Tricks in einer übersichtlichen Liste zusammen.

  1. Setze dir Ziele.
  2. Formuliere deine Ziele konkret.
  3. Stelle dir im Detail vor, was es bedeutet, deine Ziele zu erreichen.
  4. Schreibe deine Ziele handschriftlich auf.
  5. Gehe mit einer offenen und positiven Einstellung durchs Leben.
  6. Nutze die Möglichkeiten, die sich dir bieten.
  7. Lass dich nicht von deinen Bedenken abhalten.
  8. Sprich mit Freunden oder Verwandten über deine Ziele.
  9. Suche Gleichgesinnte. 
  10. Sei dir bewusst, warum du ein Ziel verfolgst.
  11. Lass dich von anderen motivieren und inspirieren.
  12. Visualisiere deine Wünsche mit einem Vision-Board.
  13. Führe Tagebuch.
  14. Mach dir einen Plan, der in dein Leben passt. (Berücksichtige Zeit und Geld.)
  15. Teile ein großes Ziel in viele kleine Schritte.
  16. Gehe den ersten Schritt noch heute.
  17. Nimm dir nicht zu viel auf einmal vor.
  18. Überlege dir, welche Stolpersteine auf dich warten und wie du diesen begegnen kannst.
  19. Bleibe flexibel.
  20. Bleibe optimistisch.
  21. Gehe nachsichtig mit dir um.
  22. Reflektiere regelmäßig und pass deinen Plan bei Bedarf an.
  23. Feiere deine Erfolge (mit deinen Weggefährten).
  24. Genieße den Weg.

Es ist bereits Mitte Februar. Gehörst du zu denjenigen, die bereits aufgegeben haben? Denke daran, warum du angefangen hast und starte von vorn. Es ist nie zu spät. 

Ich wünsche euch allen viel Erfolg mit euren Zielen! Wie immer freue ich mich, wenn ihr eure Gedanken zu dem Beitrag mit mir und den anderen Lesern teilt indem ihr einen Kommentar hinterlasst. 

Gute Reise uns allen!

Eure Christina

 

Bild: Akkurate Hinweisschilder auf Ko Tao, Thailand – Copyright © 2017 Christina Fürtsch

Tags:

1 Comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.