Der Urlaub ist für mich eine tolle Zeit, mich in Ruhe ein paar Dingen zu widmen, die ich schon länger vor mir her schiebe. Zum Thema Dankbarkeit gab es seit Wochen keinen Beitrag mehr. Zwar habe ich mit meinem besten Freund regelmäßig die monatlichen Treffen abgehalten, doch bin ich nicht dazu gekommen, darüber zu schreiben. Diese Woche gibt es deshalb zwei Beiträge mit der Rückschau zum März und April.

Warum es einem gesunden und glücklichen Leben zuträglich ist, Dankbarkeit zu kultivieren, und wie du das angehen kannst, erfährst du hier.

Und nun lass uns schauen, was ich mir bei dem Treffen im April zu den Highlights aus dem März notiert habe. Bei der Durchsicht in der Vorbereitung dieses Beitrags ist mir aufgefallen, dass es sich überwiegend um vermeintlich kleine Dinge aus meinem Alltag handelt. Der Schein kann jedoch trügen, wenn diese symbolisch für etwas Größeres stehen. Häufig manifestieren sich Veränderungen in vielen kleinen Dingen. Deshalb bin ich so froh, dass ich durch das Training besser als vorher in der Lage bin, diese feinen Unterschiede wahrzunehmen. Im Folgenden habe ich die einzelnen Punkte in vier größere Themen zusammen gefasst und schon wird klar, dass es im März um Großes ging.

Persönliches Wachstum

Anfang März hat Mel Robbins ein interessantes Zitat gepostet. Sie schrieb: “Don’t feel bad for the people who had the chance to grow with you.”. Bei mir hat es sofort Klick gemacht.

Tatsächlich bin ich jemand, der recht viele Schuldgefühle mit sich trägt, die noch verarbeitet werden dürfen. Ich beschäftige mich zurzeit mit allerhand Themen, die mich alle einem gesünderen und glücklicheren Leben näher bringen. Dabei stelle ich mir selbst auch viele tiefgreifende Fragen und ich setze mich neuen Herausforderungen aus. Zwölf Dinge von der langen Liste habe ich in diesem Blog für dich eingefangen. Doch es gibt noch so viel mehr. Allein, was ich durch die Bücher, die ich nicht nur lese, sondern regelrecht durcharbeite über mich selbst, meine Vergangenheit und meine Mitmenschen lernen darf ist enorm. Ich bin unglaublich dankbar dafür, mich in dieser Form ausprobieren und erleben zu dürfen. Das ist nicht jedem vergönnt. Andere wiederum, die die gleichen Möglichkeiten haben, nutzen sie nicht, weil Ängste sie zurückhalten. In mir entstehen dadurch Schuldgefühle, weil ich mich auf Wege begebe, auf denen mir andere nicht folgen können, und ich habe Angst, diese Menschen aus meinem Leben zu verlieren. Das Zitat von Mel Robbins hat mir unglaublich weitergeholfen, mich ein Stück weit von diesen Gedanken zu befreien. Vielleicht geht es dir ähnlich. 

Ich bin dankbar, dass ich Mel Robbins als Coach für mich entdeckt habe. Sie ist nicht so spirituell, wie es bei einigen anderen der Fall ist, sondern vielmehr sehr direkt. Das gefällt mir. Wenn du Lust hast, schau dir doch mal ihr aktuelles Programm “Spring it on!” an. Das Programm ist kostenlos und ich mache Werbung dafür aus freien Stücken, einfach weil mir Mel so gut gefällt. Ich habe Anfang des Jahres an “Mindset Reset” von ihr teilgenommen, bin sehr froh, dass sie einen zweiten Kurs in dem Format anbietet und kann es kaum erwarten, nach meinem Urlaub damit durchzustarten.

In dem Zitat steckt für mich noch ein zweiter wichtiger Aspekt. Der zweite Teile “[…] who had the chance to grow with you.” impliziert für mich, dass ich meinen Mitmenschen diese Chance, mit mir zu wachsen, auch geben muss. Aufgrund meines schlechten Gewissens bin ich oft geneigt, Selbsthilfe-Kurse, wichtige Erkenntnisse aus Büchern oder kleine Experimente eher für mich zu behalten. Doch wenn ich meine Familie und Freunde daran teilhaben lasse, können sie selbst entscheiden, ob sie sich davon inspirieren lassen oder nicht. Sie haben dann die Chance mit mir gemeinsam zu wachsen oder mein Wachstum und meine Entwicklung besser nachvollziehen zu können. Dies wird für unsere Beziehungen förderlich sein.

Zu dem Thema persönliche Entwicklung gibt es noch eine Reihe von Dingen, für dich ich im März dankbar war. Es war jeder Austausch mit meinen Freunden bezüglich meiner Unzufriedenheit im Job. Es tat gut, sich manchen Kummer von der Seele zu sprechen und ich danke euch dafür! Die Gespräche mit euch haben mir geholfen zu verstehen, was genau mich stört und was ich mir für meine berufliche Zukunft wünsche. Ihr kennt mich besser als ich mich selbst, denke ich mir, wenn ich mir die Liste mit möglichen Tätigkeiten ansehe. Auf manches wäre ich ohne euch nicht gekommen. Zu dem Drängen in mir habe ich auch einen Blog-Beitrag geschrieben, für den ich viel positives Feedback erhalten habe. Es kostet mich Mut, über so persönliche Dinge zu schreiben und ich freue mich, dass es bei euch gut ankommt, wenn ich es trotzdem mache.

Freunde, Familie und Partnerschaft

Im März gab es einige ganz spontane Abende mit Freunden, an die ich mich gerne erinnere. Ich bin überwältigt, wie oft meine Vorschläge auszugehen und etwas zu unternehmen positiv angenommen werden. Es macht mir große Freude, Zeit mit geliebten Menschen zu verbringen und ich bin dankbar, dass ihr genauso spontan und unternehmungslustig seid wie ich.

Besonders dankbar war ich an einem Tag im März dafür, dass ich an den Geburtstag von meinem Bruder gedacht habe. Da mir meine Familie und meine Freunde sehr viel bedeuten, finde ich es wichtig, an ihren Geburtstag zu denken. Facebook, ein Geburtstagskalender und überhaupt die Tatsache, dass ich genau weiß, wann jemand geboren wurde, helfen mir manchmal nicht und ich vergesse es trotzdem. Das liegt daran, dass ich oft so unter Strom stehe, dass ich gar nicht weiß, welcher Tag es eigentlich ist. Und damit meine ich sowohl das Datum als auch den Wochentag. Das ist schlimm und soll anders werden. Ich bin für jeden Tag dankbar, an dem mir das gelingt.

Nun, zu guter Letzt darf natürlich eine Person nicht fehlen. Wie ihr vielleicht wisst, bin ich seit Februar vergeben. Ich genieße jeden Moment mit meinem Liebsten und bin überglücklich, dass wir endlich ein festes Paar sind. Wir genießen die kleinen Dinge des Lebens und verbringen unsere Freizeit meistens ganz entspannt bei ihm oder mir, indem wir zusammen etwas kochen, uns bei einem Glas Wein unterhalten oder einfach auf der Couch kuscheln und Netflix frönen. Andererseits zieht es uns manchmal auch vor die Tür und ich erinnere mich an einen sehr romantischen Abend im März, den wir in einem meiner Lieblingsrestaurants verbracht haben. Das Restaurant hat mehrere Lokale in Köln und in einem der anderen hatten wir eines unserer ersten Dates. Die Gefühle von jenem Abend wurden wieder lebendig und ich habe es sehr genossen mich nach so langer Zeit immer noch wie frisch verliebt zu fühlen.

Genug vom Kitsch? Niemals! Im März war ich für ein Wochenende bei meiner Familie in Norddeutschland. Ich wäre fast geplatzt vor Glück als mein Freund mich am Sonntagabend vom Bahnhof abgeholt hat. Wir daten schon seit anderthalb Jahren, auch wenn wir erst seit Kurzem zusammen sind, doch mein Herz macht auch heute noch jedes Mal einen Sprung, wenn ich ihn sehe. In diesem Sinne bin ich sehr, sehr dankbar, dass ausgerechnet wir zwei uns in dieser großen weiten Welt begegnet sind und zueinander gefunden haben.

Finanzen

Oh ja, auch das ist ein Thema, welches mich durchaus manchmal beschäftigt. Ich halte mich selbst nicht für materialistisch, ich shoppe nicht zum Vergnügen und ich lebe insgesamt sehr sparsam. Doch Geld hat für mich dennoch eine große Bedeutung. Für mich steht Geld für Freiheit. Freiheit wiederum ist für mich neben der Liebe das höchste Gut.

In finanzieller Hinsicht gab es für mich im März gleich zwei Gründe zur Freude.

Anfang des Monats gab meine Waschmaschine den Geist auf. Sie steht in einem Waschkeller, den wir Nachbarn im Haus uns teilen. Als ich abends in den Keller kam, um meine frisch gewaschene Wäsche aus der Maschine zu holen, musste ich feststellen, dass die Maschine den Waschvorgang abgebrochen hat. Ich öffnete die Klappe und mir kamen ein paar Teile entgegen. Eine Sprungfeder und die Vorrichtung, welche bis zu dem Tage von eben dieser gehalten wurde. Die Wäsche in der Maschine war klitschnass. Sofort stellte sich Unmut ein. Es war spät am Abend, ich hatte gerade in den Wochen zuvor mit dem Gedanken gespielt, meinen Besitz zu verkleinern und meine Wohnung aufzulösen und nun das! Mein erster Gedanke war: “Ich kaufe mir jetzt ganz sicher keine neue Waschmaschine!”. Trotzdem war ich in dem Moment nicht in der Stimmung um mich weiter damit auseinander zu setzen. Glücklicherweise sah es am nächsten Tag schon besser aus. Mit der Hilfe von meinem Freund konnte ich die Vorrichtung zurück in ihre Position bringen und befestigen. Die Maschine lief wieder und konnte meine Wäsche endlich dem vorgesehenen Waschgang unterziehen. Ich war heilfroh und sehr dankbar, dass ich mir das Geld für eine professionelle Reparatur oder eine neue Maschine sparen konnte. Meine “Das wollen wir doch mal sehen!”-Einstellung und die Hilfe von meinem Freund, der mir während der Reparatur gut zugeredet hat, haben mich durch die Mini-Krise gebracht und beides ist für mich sehr wertvoll.

Ein kleiner Geldsegen kam mit der Nebenkostenabrechnung für das vergangene Jahr. Letztes Jahr wurde die Fassade des Hauses, in dem meine Mietwohnung liegt, neu gestrichen. In der Zeit von zwei Monaten stand ein Gerüst um das Gebäude und mein Balkon war damit zugestellt, sodass ich ihn kaum nutzen konnte. Glücklicherweise war ich von dieser Zeit drei Wochen im Urlaub. Doch die übliche Zeit störte mich dies schon sehr und ich war mehrmals kurz davor, mich bei meinem Vermieter zu beschweren. Doch das tat ich nicht. Meine Vermieter sind sehr nette Leute aus dem Ort, in dem auch die Familie meines Freundes wohnt. Sie haben mir die Wohnung nach wenigen Minuten zugesagt, weil die Sympathie beiderseits direkt vorhanden war. Für diese kurzfristige Entschlossenheit und sofortige Zusage bin ich bis heute dankbar, denn die Zeit meiner Wohnungssuche war eine emotional stark belastete Zeit und so ein Lichtblick tat gut. Ich wollte ihnen deshalb keinen Ärger machen und arrangierte mich mit der eingeschränkten Nutzbarkeit.

Als ich nun die Nebenkostenabrechnung erhielt, staunte ich nicht schlecht. Ihr lag ein Brief bei, in welchem meine Vermieter ihr Bedauern für die letztes Jahr entstandenen Unannehmlichkeiten zum Ausdruck brachten. Sie wünschten mir, dass ich in diesem Sommer schöne Zeiten auf dem Balkon verbringen werde und machten mir eine Zusage über eine finanzielle Entschädigung. Meine Vermieter. In Deutschland. In Köln noch dazu. Meine Vermieter im angespannten, überteuerten Wohnungsmarkt, auf welchem einen andere heruntergekommene Wohnungen zu Wucherpreisen anbieten, machten mir aus freien Stücken ein Geschenk. Ich bin heute noch überwältigt, wenn ich daran denke. Glaubt ihr an Karma? Ich jedenfalls bin überzeugt, dass ich mit meinem Vorgehen hier weiter gekommen bin als es der Fall gewesen wäre, wenn ich mit meinen Vermietern einen Streit provoziert hätte. Finanziell ist es vielleicht das gleiche Ergebnis, doch meine Vermieter konnten sich großzügig zeigen und ihr Gesicht waren, während ich mir jede Menge Ärger und Stress gespart habe.

Vegane Ernährung

Nach dem ich im Januar mit der veganen Ernährung durchgestartet bin, gab es nach dem Ende der Challenge ein paar Hoch- und Tiefpunkte, doch im März habe ich mich dazu entschlossen, langfristig bei einer veganen Ernährung zu bleiben. Mein Ziel ist es seit dem, mich überwiegend vegan zu ernähren. Die Ausnahmen für Fisch und Fleisch, wie ich sie ursprünglich mal angedacht habe, will ich nicht mehr, stattdessen soll nun jede vegetarische Mahlzeit bereits eine Ausnahme darstellen. Seit ich mich mit der veganen Ernährung beschäftige, folge ich auf Instagram einschlägigen Accounts zu den Themen veganer Ernährung sowie Umwelt- und Tierschutz. Jeden Tag werde ich daran erinnert, wie wichtig eine vegane Ernährung nicht nur für mich und meine Gesundheit, sondern auch für unseren Planeten und alle seine Bewohner ist. Deshalb möchte ich weiter daran festhalten und mich noch häufiger vegan ernähren bis ich es schließlich zur vollständigen Umstellung geschafft habe.

Im März konnte ich dafür bereits gute Vorzeichen setzen. Ich habe zum ersten Mal vegane Pizza selbst gemacht und ich bin überwältigt. Es gibt so viel leckeres Gemüse, das man auf eine Pizza bringen kann. Statt Käse-Imitat zu verwenden, habe ich diesen einfach weggelassen. Dies wurde mir von einem Bekannten empfohlen, der sich seit Jahren vegan ernährt. Lange Zeit war ich sehr skeptisch und habe befürchtet, dass die Pizza dadurch trocken wird. Doch das ist nicht der Fall. Ich bin froh über diese Erkenntnis. Und weißt du, was noch toll an selbstgemachter Pizza ist? Meine nicht-veganen Freunde können ihren Teil einfach so belegen, wie sie wollen und ich belege meinen Teil vegan. So hat man schnell ein Essen, dass alle satt und glücklich macht, ohne stundenlang in der Küche mehrere Gerichte zu zaubern.

Der März war für meine Familie und mich auch der Monat des Angrillens. Mein Stiefvater war nicht sonderlich angetan von der Idee als ich frisch gebackene Veganerin ein Angrillen vorschlug. “Das geht doch gar nicht. Was willst du denn essen?” Ja, zugegeben, ich musste mir auch erst meine Gedanken machen. Deshalb gab es beim Angrillen mit meiner Familie erst einmal nur Champignons, Auberginen und veganes Zaziki (selbst gemacht). Als ich das Ganze dann Zuhause mit meinem Freund wiederholt habe, waren meine Ideen schon ausgereifter. Da kamen dann noch gegrillte Ananas, vegane Schaschlik-Spieße und Maiskolben hinzu. Einfach nur lecker! Von der veganen Ernährung fühle ich mich auch nicht so voll und müde wie es sonst nach einem Fleisch-Fest der Fall war. Theoretisch. Denn leider habe ich mich später auf der Couch an veganem Aioli, Guacamole und Brot überfressen. Für die vielen neuen Ideen bin ich sehr dankbar und auch für die Erkenntnis, dass man selbst mit veganer Ernährung durchaus ein Fresskoma herbeiführen kann.

Möchtest du gerne wissen, wofür ich in den vorherigen Monaten dankbar war? Vielleicht sind unter meinen Punkten für dich ein paar Denkanstöße versteckt. Hier findest du die bisherigen Rückschauen für Januar und Februar

Allein diesen Beitrag zu schreiben und dabei noch einmal all die schönen Dinge aus dem März gedanklich durchzugehen hat mich so glücklich gemacht. Wenn auch du dein Leben durch Dankbarkeit bereichern möchtest, kann ich dir diesen ersten Beitrag zum Thema Dankbarkeit von mir sehr empfehlen. 

Bis bald!

Christina

 

Foto von Carl Attard auf Pexels

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