Einer meiner Punkte auf der Löffelliste für dieses Jahr ist es, Dankbarkeit zu empfinden. In meinem ersten Beitrag zu dem Thema habe ich euch erzählt, warum und wie ich Dankbarkeit lernen will. Jeden Tag notiere ich mir auf einem kleinen Zettel, wofür ich dankbar bin. Die Zettelchen sammle ich in einem Glas und einmal im Monat treffe ich mich mit meinem besten Freund zu einem Rückblick. Hier findet ihr den Beitrag zu unserem ersten Treffen. Besser spät als nie: Heute erzähle ich euch die Highlights aus dem Februar. 

In meinem früheren Beitrag habe ich euch erzählt, dass ich zwei Dinge lernen will: Die großen Dinge des Lebens nicht mehr als selbstverständlich zu betrachten und im Alltag Glück zu empfinden für die vielen kleinen Dinge, die mein Leben lebenswert machen.

Überall Herzchen

Der Februar begann für mich schon ein, zwei Tage zuvor mit dem Aufsetzen der entsprechenden Seiten in meinem Bullet Journal. Wenig kreativ, wie ich bin, habe ich mich anlässlich des Valentinstages für das Motto “Liebe” entschieden. Die Titelseite des Monats, die Monatsübersicht und mein Habit Tracker waren demnach übersät mit Herzchen. Dazu kam ein inspirierender Spruch: “Liebe ist nicht das, was man erwartet zu bekommen, sondern das, was man bereit ist zu geben.” Ich halte mich selbst nicht für mädchenhaft oder kitschig und ich lege auch nicht viel wert auf Dekoration, doch irgendwie hatte ich dieses Mal Lust, mich auf die Liebe einzustellen. Erinnert ihr euch noch an das Gesetz der Anziehung? Wartet ab… 

Woche 1: Gesundheit

Doch bevor ich mich um irgendjemanden oder irgendetwas Anderes kümmern konnte, musste ich erst einmal bei mir anfangen. Der Januar war beruflich wie auch privat sehr turbulent und ich merkte, wie meine Kräfte nachließen. Tagelang hatte ich Kopfschmerzen, über den Winter einen Infekt nach dem anderen und dann meldete sich plötzlich ein alter Bekannter: ungewöhnliches Herzklopfen. Alle Vorzeichen habe ich ignoriert, um nur weiter fleißig zu funktionieren, doch da ich vor ca. zehn Jahren am Herz operiert wurde, hat mein Körper mir damit ein deutliches, verständliches Warnsignal geschickt. Zeit, zurückzurudern. Die ersten Tage im Februar verbrachte ich somit zu Hause und bei verschiedenen Ärzten.

Dinge für die ich in der Kalenderwoche 6 dankbar war:

  1. Die Erkenntnis wie gut es mir tut, mich um mich selbst zu kümmern. Darauf habe ich im Februar stark geachtet und das will ich mir auch weiter vornehmen, damit es nicht mehr so weit kommt.
  2. Gesundheitstipps von Freundinnen (Yoga, Meditation, Tees, Naturheilkunde) zu erhalten und mit ihnen grandiose Vorbilder in diesen Dingen zu haben. 
  3. Nach allen Checks zu hören, dass ich im Grunde kerngesund bin. Auch wenn damit gleichzeitig klar wurde, dass ein Problem an anderer Stelle besteht. 
  4. Als meine Freundin mich fragte, ob wir im Oktober zum Querbeat-Konzert gehen wollen und ich sofort spontan ein Ticket gekauft habe. 

Woche 2: Liebe und Sonne

Schon bevor die Kalenderwoche 7 startete ist mir eine Sache aufgefallen, die mein Herz direkt erfreut hat: Mit meinem besten Freund Tobi hatte ich mich aus Versehen für den Valentinstag verabredet. Das fiel mir auf als ich unsere Verabredung für das Level Up auf meiner Monatsübersicht in den Tag mit besonders vielen Herzchen eintragen wollte. Wir haben beide herzlich gelacht und sind, weil eben beide Single, trotzdem bei dem Termin geblieben. 

Meine Freundin hat in der Woche auch ihren Geburtstag gefeiert. Wir sind in kleiner Runde thailändisch Essen gegangen und waren danach in einer exklusiven Cocktail-Bar in Köln. Wir haben uns fabelhaft unterhalten, die Mädels haben mir einige Tipps zu meinen Zwölf Dingen gegeben und wir haben stilvoll auf den Geburtstag meiner Freundin angestoßen. Es war ein unglaublich schöner Abend. 

In der zweiten Februar-Woche ist in Köln der Sommer ausgebrochen. In den Wochen danach war es eher April-Wetter (aktuell wieder sonnig), doch ich erinnere mich noch daran, wie ich an einem Samstag im Februar mit einem T-Shirt (!) auf dem Balkon lag. In der Mittagspause haben wir sogar zum Essen draußen gesessen. Manchmal ist es ganz leicht, sich an den kleinen Dingen zu erfreuen. 

Dinge für die ich in der Kalenderwoche 7 dankbar war:

  1. Einladung zu der kleinen, feinen Geburtstagsfeier meiner Freundin mit inspirierenden Gesprächen und einer neuen Bekanntschaft 
  2. Level Up mit Tobi am Valentinstag. Ja, ich bin dankbar dafür, dankbar gewesen zu sein. 
  3. Sonne!!!

Woche 3: Sport und Wellness

In der darauffolgenden Woche habe ich mich wieder viel um meine Gesundheit gekümmert. Ich habe viel Sport gemacht, gut geschlafen und war am Wochenende mit einer Freundin im Spa. Zwei Mal! 

In der gleichen Woche hat mir ein Bekannter gesagt, er würde mich als “lebendig und quirlig” einschätzen. Keiner kann sich vorstellen, was für ein Kompliment das war. Genau so sehe ich mein wahres Ich und mein Ziel ist es, wieder zurück zu finden zu meinem kindlichen Ich, das in den letzten Jahrzehnten untergegangen ist. Bin ich auf dem richtigen Weg? Es scheint so. Ich freue mich riesig darüber. 

Dinge für die ich in der Kalenderwoche 8 dankbar war:

  1. Ich habe endlich mal wieder mehr Sport getrieben und erste Erfolge verzeichnet.
  2. Das wunderbare Gefühl, ein Buch bis zum Ende gelesen zu haben. 
  3. Tiefer, traumreicher Schlaf

Und schließlich: Weiberfastnacht

Die Woche fing mit einer Vielzahl von Kleinigkeiten an. Mir wurde bewusst, dass ich morgens nicht mehr im Stau stehen muss, ich aß mit einem befreundeten Arbeitskollegen zu Mittag und erledigte beruflich wie privat ein paar wichtige To Dos. Außerdem legte ich mir endlich den Laptop zu, von dem ich schon lange geträumt habe. Das Schreiben macht mir damit noch mehr Spaß. Zum Karneval habe ich dann das Black-Widow-Cosplay getragen, welches ich seit zwei Jahren im Sinn hatte. 

Viele, viele Kleinigkeiten führen manchmal zu etwas Großartigem. So war es auch Ende Februar. Das ist sehr privat und ich will dieses Mal nicht weiter ins Detail gehen, auch wenn ich sonst viel Privates mit euch teile. Lasst es mich einfach so sagen: Ich bin nicht länger single. 

In der Woche bin ich dann bereits in den März gestartet. Mit einem Schlafzimmer-Make-Over habe ich nicht nur frischen Wind in mein Leben sondern auch in meine Wohnung gebracht. Alles gesetzt für den nächsten wundervollen Monat. 

Dinge für die ich in der Kalenderwoche 9 dankbar war:

  1. Die Erkenntnis, dass ich morgens nicht mehr im Stau stehen muss. 
  2. Dass mein Auto durch den TÜV gekommen ist und der nette Herr von der Werkstatt bis nach Feierabend auf mich gewartet hat, damit ich es trotz stressigem Alltag noch abholen konnte. 
  3. Liebe
  4. Mit Freunden und einem langersehnten Cosplay Karneval gefeiert zu haben. 
  5. Schlafzimmer-Make-Over

Spätestens jetzt bei der Reflexion wird mir klar: Der Februar war großartig. Ich habe meine Zwölf Dinge ein bisschen aus den Augen verloren, aber ich hatte eine tolle Zeit. Dank geht raus an meine Freunde, die dazu sehr viel beigetragen haben. Ich liebe euch!

Ich möchte euch allen ans Herz legen, für euch auch ein Dankbarkeitsritual zu etablieren. In meinem ersten Beitrag zum Thema habe ich die Erkenntnis mit euch geteilt: Dankbarkeit macht glücklich. In dem gleichen Beitrag habe ich euch auch verschiedene Wege vorgestellt, mit denen ihr Dankbarkeit kultivieren könnt. Nach zwei, fast drei Monaten Umsetzung kann ich euch bestätigen: Dankbarkeit macht mich definitiv glücklicher. Durch die Übung ziehe ich mehr positive Menschen und Erlebnisse an und ich weiß diese auch mehr zu schätzen. Ich kann nicht genug davon kriegen. 

Gute Reise uns allen!

Eure Christina

Beitragsbild von Rebekka D auf Pixabay, restliche Bilder von Christina Fürtsch

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