Naschkatzen aufgepasst! Heute backen wir (fast) vegane Soft Baked Chocolate Chip Cookies. 

Das Rezept ist angelehnt an Attila Hildmanns Version und wurde bereits von Patricia nach gebacken, die auf ihrem Blog so easy vegan davon berichtet. Dort findet ihr das Rezept in ihrer Variation mit Macadamia-Nüssen und Zartbitterschokolade. Für meine Zwecke habe ich das Rezept geändert. Mehr dazu später. 

Die perfekte Reste-Verwertung

Meine Kekse werden nur fast vegan, weil ich keine vegane Zartbitterschokolade verwende. Stattdessen geht es heute den Osterhasen an den Kragen. Nicht jeder weiß, dass ich mich seit Kurzem vegan ernähre, deshalb habe ich zu Ostern nicht-vegane Schoko-Osterhasen geschenkt bekommen. Erst habe ich versucht, diese an meinen Freund zu verfüttern, aber da er auf seine Linie achten und keine drei Schoko-Hasen verdrücken möchte, musste ich mir etwas Neues einfallen lassen. Der respektvolle Umgang mit Lebensmitteln ist mir heute wichtiger als eine 100% vegane Ernährung. Respekt bedeutet für mich in diesem Zusammenhang, keine Lebensmittel, die noch genießbar sind, zu entsorgen. Die Schokolade wegzuwerfen würde weder der Umwelt noch den Milchkühen weiterhelfen. Deshalb verarbeite ich die Schokolade und werde die Kekse auch essen, obwohl sie nicht vegan sind. 

Dich kann ich jedoch beruhigen: Es gibt jede Menge vegane Schokolade. Meiner Meinung nach sollte Schokolade sogar vegan sein, denn außer der Kakaomasse, Kakaobutter und etwas Zucker (Kakao alleine wäre zu bitter) braucht es keine weiteren Inhaltsstoffe.

Die Kekse kann man mit allerhand anderen Leckereien ergänzen. Wie schon erwähnt, kannst du Macadamia-Nüsse verwenden. Ebenso eignen sich andere Nüsse oder Kerne. Diese sind vegan. Ich kann mir vorstellen, dass das Rezept auch mit Trockenobst funktioniert, dies habe ich jedoch noch nicht getestet. 

Da ich von Nüssen in Keksen und Schokolade oft Husten muss, werde ich sie heute weglassen. Die Rezeptur muss ich dafür nicht anpassen. Das habe ich schon einmal getestet. 

Ich nehme heute das Grundrezept für den Teig und passe es auf die Menge Schokolade an, die ich noch habe. Außerdem verfeinere ich das Rezept noch mit Vanille und Rum-Aroma. Damit ergibt sich folgende Rezeptur:

Rezept für vegane Soft Baked Chocolate Chip Cookies

Zutaten – überprüfen

  • 200 g Zartbitterschokolade 
  • optional: Nüsse, Kerne, Trockenobst
  • 560 g Weizenvollkornmehl
  • 360 g Rohrzucker 
  • 260 g vegane Biomargarine
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 130 g  Pflanzenmilch
  • 1 Prise Meersalz
  • 1 EL Vanille-Extrakt
  • 1 Fläschchen Rum-Aroma 

Statt dem Weizenvollkornmehl kannst du genauso gut Dinkelmehl verwenden und Rohrzucker kann hier durch Rohrohrzucker ebenso ersetzt werden wir durch gewöhnlichen Zucker. 

Randnotiz: Ist Margarine vegan?

Nicht unbedingt. Bis vor Kurzem dachte ich, dass Margarine immer vegan ist. Doch das stimmt nicht. Molke, Fischöl und andere Zusätze werden von einigen Herstellern hinzugegeben. Diese Zutaten sind nicht vegan. Hier findest du weitere Details dazu. 

Achte beim Kauf deshalb auf eine Angabe auf der Verpackung. Bei Alnatura gibt es zum Beispiel die folgende Margarine, auf der ganz deutlich zu lesen ist: “aus rein pflanzlichen Zutaten”. (Werbung unbezahlt)

Zubereitung

Zeitaufwand: ca. 20 Minuten + 60 Minuten für Backen und Auskühlen

  1. Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Mehl, Zucker, Backpulver, Pflanzenmilch, Salz, Vanille und Rum-Aroma in eine Rührschüssel geben. 
  3. Die Margarine erhitze ich vor dem Hinzugeben. Ich stelle sie dazu in einem kleinen Schälchen einfach in den Ofen, der gerade vorheizt. Einige Sekunden reichen schon und die Margarine ist weich und teilweise flüssig geworden. Dann gebe ich sie in die Schüssel zu den anderen Zutaten. Die Menge hat dadurch etwas mehr Flüssigkeit und der Teig lässt sich leichter kneten. 
  4. Das ist nämlich der nächste Schritt. Ich empfehle dir, den Teig von Hand durchzukneten. So gelingt es mir am besten, eine gleichmäßige Masse zu erzeugen. 
  5. Schokolade, Nüsse und/oder Trockenfrüchte grob hacken und dann unter den Teig mischen. Auch das mache ich von Hand. Dadurch habe ich ein gutes Gefühl dafür, ob die Zutaten gut in dem Teig verteilt sind. 
  6. Aus dem Teig kleine Kugeln formen und diese auf dem Backblech flach drücken, sodass sich ein roher Keks ergibt. 
  7. Die Cookies ca. 15 Minuten backen. Schau zwischendurch mal nach. Die Kekse werden erst größer im Umfang und brechen dann ein bisschen auf. Sie sollten noch weich sein, wenn du sie aus dem Ofen holst. Im Kern bleiben sie schön saftig. Soft Baked eben. 
  8. Nach dem Backen 30 Minuten auskühlen lassen und erst danach für weitere 15 Minuten ins Tiefkühlfach stellen, damit die Schokolade fest wird.

Stelle dir für den letzten Schritt unbedingt einen Wecker. Ich habe die Kekse nämlich erst einmal im Gefrierfach vergessen. Nach einer Stunde ist mir erst eingefallen, sie wieder herauszunehmen. Sie schmecken trotzdem, also ist es auch kein Weltuntergang, wenn dir das Gleiche passiert. 

Sorgenfrei veganen Teig naschen

Ein riesiger Vorteile der veganen Ernährung: Ich kann sorgenfrei vom Teig naschen ohne einen einzigen Gedanken an Salmonellen oder ähnliches zu verschwenden. 

Das habe ich natürlich direkt ausgenutzt. Da kommt direkt der Gedanke an Ben & Jerry’s Cookie Dough auf. Vielleicht sollte ich mal eine Nice Cream mit dem Teig machen. Was denkst du?

Vegane Ernährung ermöglicht mir Naschereien ohne Ende

Manche Menschen denken, dass vegane Süßigkeiten nicht so schnell auf den Hüften landen. Das kann man so nicht sagen. Ich habe für das Rezept oben vor zwei Jahren einmal die Kalorien pro Kekse berechnet und diese liegen nicht unter dem, was man mit anderen Keksen aus dem Supermarkt zu sich nimmt.

Trotzdem kann ich seit der Ernährungsumstellung viel mehr Naschen. Ich weiß nicht warum, aber seit ich mich vegan ernähre, ist meine Figur deutlich schlanker geworden und ich halte mein Gewicht auch stabiler als vorher. Da behalte ich doch gerne ein, zwei Wohlfühlpfunde und nutze diesen Vorteil um mir ab und zu einen kleinen Zuckerschock zu genehmigen. 

Und nun: Ab in die Küche! Hinterlasse mir und den anderen Lesern einen Kommentar und erzähle uns, wie dir das Rezept gelungen ist, welche Zutaten du für deine Variante verwendet hast und ob du noch weitere Tipps für die Zubereitung hast. 

Frohes Naschen und bis bald!

Christina

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