Am Freitag bin ich leider krank geworden. Deshalb gab es für das Surfen erst einmal Pause. Es folgt: Plan B.

Auch im Paradies ist nicht alles rosig. Das musste ich in der Nacht von Freitag auf Samstag feststellen, als mir klar wurde: Lebensmittelvergiftung. Ich erspare euch die Details. Tipps, wie man dem entgehen kann, habe ich leider nicht. In allen Ländern, die ich bisher besucht habe, habe ich bisher alles gegessen, worauf ich Lust hatte. Das hat Eiswürfel in Ägypten bisher genauso eingeschlossen wie Streetfood in Thailand und Kambodscha. Trotzdem bin ich bisher noch nie krank geworden. Vielleicht ist es also eher eine Frage der Statistik, so wie das Gesetz der großen Zahlen: Wenn man nur oft genug würfelt, kommt irgendwann die Sechs. 

Auch wenn es mich nun einmal erwischt hat, bin ich doch froh, dass ich bisher so vorgegangen bin, dass ich auf nichts großartig geachtet habe. Ihr findet im Netz reichlich Tipps, die man beachten sollte, und ich habe sie alle in den Wind geschlagen. Stattdessen habe ich meiner Intuition vertraut und bestimmt auch das ein oder andere riskiert. Das hat mir jedoch sehr viele schöne Erfahrungen eingebracht. Ich denke an das einfache und sehr leckere Abendessen vom Straßenstand in Siem Reap ebenso wie an das schärfste grüne Thai-Curry meines Lebens auf einem Nachtmarkt in Ayutthaya. Beides möchte ich nicht missen. Es scheint mir erstrebenswerter etwas blauäugig und optimistisch durch die Welt zu gehen und dafür mehr Erfahrungen zu sammeln, statt in Angst zu leben und auf Dinge zu verzichten. 

Eine schöne Erfahrung war es, als mir in den letzten zwei Tagen Menschen, die ich erst hier auf Bali kennenlernte, ihre Hilfe angeboten haben. “Soll ich für dich etwas einkaufen? Was brauchst du? Was kann ich dir bringen?” Das zeigt mir einmal mehr, dass wir Menschen Rudeltiere sind. Wir sind hilfsbereit und voller Liebe. Diese Erkenntnis bringt ein Licht in die letzten 48 Stunden. 

Gestern habe ich nur geschlafen und Wasser getrunken. Heute Mittag habe ich mich dann an etwas Banane getraut und gleich will ich mal wieder etwas Vollwertiges essen. Ein Hungergefühl macht sich breit und so zeigt mir mein Körper, dass er bereit dafür ist. 

Trotzdem fühle ich mich noch sehr schwach und deshalb habe ich beschlossen, in Canggu nicht mehr Surfen zu gehen. Stattdessen reise ich morgen weiter nach Ubud und besuche Mel und Marcus. So kann ich die Zeit der Regeneration nutzen, um mehr von Bali zu entdecken. 

Wenn es mir besser geht, werde ich im Laufe der nächsten Woche wieder ans Meer reisen. Dieses Mal auf die andere Seite von Bali. In Amed kann man wunderbar tauchen gehen. Das ist deutlich entspannter als Surfen und wird mir sicher guttun. Es ist gut, dass ich meine Tauchkenntnisse auffrischen kann, nachdem mein letzter Tauchgang jetzt schon ein dreiviertel Jahr her ist. Ich bin gespannt, was es hier auf Bali zu sehen gibt und werde euch davon berichten.  

Vielleicht schiebe ich am Ende meines Urlaubs noch eine Surfstunde ein. Wenn das nicht klappt, bleibt mir immer noch Portugal im Spätsommer. Es wäre vernünftig bis dahin an meinen Muskeln und der Kondition zu arbeiten.

So kann ich euch heute für eure eigene (Lebens-)Reise nur eines mitgeben: Bleibt flexibel und nehmt die Dinge so, wie sie kommen. Alles passiert aus einem Grund. Vertraut eurer eigenen Reise. 

Ich wünsche euch ein schönes restliches Wochenende!

Bis bald,

Eure Christina

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