Im Teil 2 der Vegan-Reihe habe ich euch erzählt, warum ich mich vegan ernähre und wieso ich das gerne auch künftig beibehalten möchte. Damit mir das gelingt muss ich ein paar Stolpersteine aus dem Weg räumen. Heute: Mozzarella

In meinem letzten Beitrag habe ich euch davon berichtet, dass ich mich vor Jahren schon einmal für eine längere Zeit vegan ernährt habe, dann jedoch aus verschiedenen Gründen davon abgekommen bin. Einer davon war der Verzicht auf Mozzarella, den ich nicht länger ertragen konnte. Heute ist Tag 30 der Vegan-Challenge und ich bin fest entschlossen länger dabei zu bleiben. Der Gedanke, mich längerfristig vegan zu ernähren, spukte schon vor ca. zwei Wochen durch meinen Kopf. Da ich wusste, dass ich das nur schaffen kann, wenn ich die Stolpersteine von damals aus meinem Weg räume, habe ich mir vorgenommen, diese Stück für Stück anzugehen. Als Erstes ist der Mozzarella dran. Dafür habe ich mir eines meiner Lieblingsrezepte aus der Sammlung gesucht und mich daran gemacht dieses zu übersetzen. (Allesfresser-Vegan / Vegan-Allesfresser)

Dies ist das Rezept um das es heute geht und welches ich vor zwei Wochen vegan zubereitet habe:

Das Rezept ist für mindestens zwei Personen; je nach dem, ob man es als Vorspeise, Beilage oder Hauptgericht plant. Ich esse es bisher als Hauptgericht und halbiere das Rezept. Bei der Soße kann man auch noch mal weniger nehmen. Ich lasse in der Regel die Brühe weg, weil die Tomaten schon genug Wasser abgeben.  

Zum eigentlichen Rezept: Dressing anrühren, dann Tomaten, getrocknete Tomaten und Mozzarella gewürfelt hinzu geben. Die Tortellini (Fleischfüllung, sehr lecker ist aber auch Ricotta oder Spinat) kurz nach Anweisung kochen. Ich gebe diese dann lauwarm hinzu. So schmilzt der Mozzarella leicht, aber es wird keine komplette Masse. (Was passieren würde, wenn man die Tortellini heiß hinzu gibt. Ist mir natürlich noch nie passiert. Das habe ich nur von einem Freund gehört.)

Bitte probiert das Rezept mal aus, wenn ihr Nudelgerichte und Caprese mögt und auch Nudelsalaten gegenüber nicht abgeneigt seid. Ich finde es superlecker. Da ich nicht darauf verzichten will, habe ich es mir schließlich ausgesucht. 

Dieses Rezept vegan darzustellen, finde ich recht schwierig. Das schöne Ziehen des Mozzarellas kann man nicht so leicht ersetzen. Auch hatte ich generell keine Lust mich durch das Internet zu wühlen um einen veganen Käse-Ersatz zu finden, der womöglich sehr teuer aber wenig schmackhaft ist. Vielleicht nächstes Mal. Stattdessen habe ich mir überlegt das Rezept mit Tofu zuzubereiten. In einem asiatischen Restaurant habe ich neulich in der Speisekarte “Sojabohnenkäse” gelesen. Gemeint war damit Tofu. Ich habe keine Ahnung, ob das die übliche Übersetzung oder Erläuterung ist. So habe ich sie jedenfalls noch nie zuvor gehört. Irgendwie finde ich es jedoch ganz passend und das brachte mich auf die Idee für mein Rezept. Tatsächlich haben Mozzarella und Tofu meiner Meinung nach Gemeinsamkeiten. Die Konsistenz zum Einen, vom Schmelzen und Ziehen des warmen Mozzarellas mal abgesehen. Zum Anderen finde ich beides erst einmal recht geschmacksneutral. Zugegeben, beide haben einen Eigengeschmack. Je nach Mozzarella-Zubereitung und Qualität sogar recht intensiv. Jedoch gehen beide Lebensmittel meist völlig in dem Gericht unter in welchem sie verwendet werden. Ihr konntet über mich schimpfen, wenn ich bisher Tomaten und Mozzarella erst unter Basilikum vergraben und dann in Balsamico-Essig ertränkt habe. Heute wird das für mich jedoch zum Vorteil. Mozzarella wird durch Tofu ersetzt. 

Doch wie kriege ich nun die Temperatur hin? Der Salat ist eigentlich lauwarm und dadurch kommen die Aromen auch viel besser durch. Nach kurzem Überlegen, beschließe ich, auch die Tortellini durch Tofu zu ersetzen. Die Tofu-Würfel brate ich an. Das schmeckt sowieso besser und dadurch kommt der Salat auf Temperatur. 

Damit das Ganze nicht komplett aus Tofu besteht, mische ich Tomaten und gebratene Tofu-Würfel in gleichem Verhältnis und gebe beides sowie getrocknete Tomaten und Basilikum in das Dressing. Eigentlich würde ich dafür frisches Basilikum verwenden, aber da ich gerade keines hatte, habe ich getrocknetes genommen. Machbar. 

Hier ist das Ergebnis:

Wenn ihr die Allesfresser-Variante zubereitet, kommen noch die Nudeln hinzu und was auf dem Bild der Tofu ist wird bei euch Mozzarella sein und durch den Salat schöne Fäden ziehen. Beide Varianten finde ich lecker. 

Experiment geglückt. Ich habe das Gericht vor ein paar Tagen noch ein zweites Mal zubereitet und bin immer noch glücklich damit. 

Nächstes Mal nehme ich mir einen weiteren Stolperstein aus Teil 2 vor. 

Ernährt ihr euch auch vegan? Dann teilt doch eure Lieblingsrezepte mit mir und den anderen Lesern. Oder habt ihr ein Lieblingsessen das nicht vegan ist und das ich umwandeln soll? Das würde mich sehr reizen. Ich freue mich auf eure Kommentare. 

Gute Reise uns allen!

Eure Christina

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