Ich kann im Moment nicht genug kriegen. Auf meiner Löffelliste stehen so viele tolle Dinge (Zwölf um genau zu sein), dass ich am liebsten sofort mit allen auf einmal starten will. 

Das Gesetz der Anziehung hilft mir ein bisschen oder macht es noch schlimmer. Wie man es nimmt. Ich hatte die Theorie in meinem Beitrag zu den Zwölf  Büchern schon einmal kurz angedeutet. Seit ich meine Wünsche aufs Papier und ins Netz gebracht habe sehe ich überall Chancen, mir diese zu erfüllen. Dem will ich auch nachgehen. 

So ist es dann auch passiert, dass ich vor etwas mehr als zwei Wochen spontan beschloss: Ich starte jetzt mit der Vegan Challenge. Was hatte ich mir darunter ursprünglich vorgestellt und was ist die eigentliche Herausforderung?

Vor ca. 1,5 Jahren habe ich schon einmal die Vegan Challenge von Attila Hildmann angefangen. Der Zeitpunkt war ungünstig und ich habe nach zwei Wochen abgebrochen. Grundsätzlich hat mir die Ernährungsumstellung jedoch gut gefallen. Bereits nach zwei Wochen habe ich bemerkt, dass ich mich nach dem Essen nicht mehr erschlagen fühlte. Insgesamt fühlte ich mich fitter und energiegeladen. 

Als ich meine Ziele und Wünsche für 2019 definiert habe war mir das Thema Gesundheit sehr wichtig. Deshalb sind sportliche Aktivitäten dabei und auch die Vegan Challenge. 

Ich will euch nicht mit den Details der Challenge von Attila Hildmann langweilen. Glaubt mir einfach, wenn ich sage, dass es sehr schwer wäre, diese in meinen Alltag zu integrieren. 

Vor gut zwei Wochen habe ich festgestellt, dass ich mich in den Tagen zuvor schon vegan ernährt habe. Ohne groß darauf geachtet zu haben. Da dachte ich mir, dass ich auch direkt mit der Vegan Challenge durchstarten kann. Besser gesagt mit meiner eigenen Vegan Challenge.

Aus der ursprünglichen Challenge habe ich für mich eine neue Herausforderung gemacht: vegan, aber machbar. Das heißt für mich unter anderem, nicht drei mal am Tag kochen zu müssen, nicht fünf mal die Woche einkaufen zu gehen und trotz meiner Ernährungsumstellung noch ausgehen zu können.  

Heute muss ich feststellen: Machbar heißt offenbar auch weniger präsent. Bei der Auswahl meiner Mahlzeiten ist es mir noch komplett klar. Mettbrötchen? Is(s) nich. Eine Fruchtgummischnecke zwischendurch? Ins Gespräch vertieft und nebenbei in die Tüte gegriffen ist das schneller passiert als gedacht. So geschehen letzten Freitag. Heute etwas ähnliches. Als ich gestern Abend die Schokolade für meine Arbeitskollegen gekauft habe, dachte ich noch daran: “Das ist nicht vegan. Das ist nur für die anderen. Du kannst das nicht essen.” Und dann heute Vormittag? Schwupps war sie im Mund. 

Das klingt für euch jetzt vielleicht albern, aber: Das belastet mich. Nicht über die Maßen. Trotzdem ärgere ich mich über meine Unachtsamkeit. Sonst würde ich euch jetzt nicht schreiben. 

Warum ärgere ich mich? Ich habe mir etwas vorgenommen. 30 Tage vegane Ernährung. Jeden Tag passe ich auf, was ich esse. Beim Einkaufen, beim Kochen, wenn ich ausgehe. Ich habe mir in den letzten Wochen schon eine große Ausnahme gegönnt: Alkohol. Ich achte nicht darauf, ob der Wein vegan ist. Ich bin auch ziemlich sicher, das ein Gin Tonic nicht vegan ist. Das wollte ich mir durchgehen lassen. Eine bewusste Entscheidung. Die Herausforderung war immer noch groß genug. Doch diese unachtsam konsumierten Häppchen. Das ist mir jetzt zu viel. Ich habe das Gefühl, gescheitert zu sein. 

Wozu habe ich mich denn angestrengt? Warum überhaupt das alles? Jetzt kann ich es ja gleich lassen. Oder noch mal von vorne anfangen mit den 30 Tagen. 

Ich tue jetzt etwas entscheidendes: Ich lasse los. Heute habe ich es nicht geschafft. Morgen geht es weiter. Statt einem grünen Haken mache ich heute einen traurigen Smiley in mein Journal und dann zähle ich morgen weiter. 

Entscheidend ist doch, dass ich in diesem Jahr bereits 18 grüne Haken machen konnte. 

Warum erzähle ich euch das? 

  1. Ich will euch auf meiner Reise nicht nur an den Erfolgserlebnissen sondern auch an den Problemen, Herausforderungen und Schwierigkeiten teilhaben lassen. Jaaaaaa…. eine Fruchtgummischnecke und ein Stück Schokolade sind kein Weltuntergang. Der Frust jedoch ist real. Ebenso der Gedanke, dass ich gescheitert bin und die Energie, die es kostet, diesen Gedanken loszulassen und weiterzumachen.  
  2. Ich weiß, dass einige von euch ebenfalls Ziele oder Neujahrsvorsätze gefasst haben. Erinnert euch daran, warum ihr diese gefasst habt. Genießt jeden Tag oder jeden Schritt in die richtige Richtung und ärgert euch nicht über die kleinen Rückschläge. Bleibt positiv und vor allem: bleibt am Ball. 

Gute Nacht und gute Reise!

Eure Christina

P.S.: Gefallen euch kurze Updates zwischendurch so wie heute? Ihr wollt diese nicht verpassen? Meinen Blog könnt ihr seit Kurzem auch abonnieren. 

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